Pensionskassen erwirtschaften 4,35 Prozent

Die betriebliche Altersvorsorge bringt 2012 wieder eine hohe Verzinsung. Für das erste Quartal 2012 warten die Pensionskassen mit einem positiven Ertragsergebnis auf, welches das negative Ergebnis des Vorjahres bereits mehr als relativiert.

(kunid) Laut Fachverband der Pensionskassen wurde im ersten Quartal 2012 eine durchschnittliche Performance von 4,35 Prozent erwirtschaftet. Sollte sich die internationale Wirtschaft weiter erholen, erscheine es möglich, Teile der durch die Finanzkrise verursachten Ertragslücken aufzuholen.

Die betriebliche Altersvorsorge, die zweite Säule der österreichischen Altersvorsorge, ist im Gegensatz zur gesetzlichen Pension ein privatwirtschaftlich organisiertes und geführtes Modell.

Nach Angaben des Fachverbandes der Pensionskassen haben derzeit rund 800.000 Österreicherinnen und Österreicher Anspruch auf eine Firmenpension, das ist rund jeder vierte Erwerbstätige. Insgesamt veranlagen 17 Pensionskassen ein Vermögen von 15,46 Milliarden Euro und sind damit der größte private Pensionszahler Österreichs.

Positive Trendwende

Der Fachverband der Pensionskassen meldet für das erste Quartal 2012 eine durchschnittlich erwirtschaftete Verzinsung von 4,35 Prozent. Obmann Mag. Andreas Zakostelsky: „Obwohl die Wirtschaft in der EU noch nicht den großen Aufschwung erlebt, sind die Pensionskassen wieder auf Kurs.“

Aus einem Quartal Rückschlüsse auf das gesamte Jahr zu ziehen, sei zwar nicht sinnvoll, aber sollte sich die internationale Wirtschaft weiter erholen, „erscheint es möglich, dass im laufenden Jahr wesentliche Teile der durch die Finanzkrise verursachten Ertragslücken wieder aufgeholt werden können“, heißt es in einer Aussendung des Fachverbands.

2011 erzielten die Pensionskassen laut Fachverband noch ein Veranlagungsergebnis von minus 3,01 Prozent. Im langjährigen Durchschnitt der letzten 21 Jahre (1991 bis 2011) habe der Ertrag bei plus 5,51 Prozent gelegen.